Wie schütze ich mich vor Hackern in öffentlichen Hotspots?

Ob im Café, im Restaurant oder im Hotel – öffentliche WLAN Hotspots sind eine praktische Sache. Besonders im Ausland könnt ihr so teure Internet- und Roaminggebühren sparen und surft in der Regel mit höherer Geschwindigkeit durch das Internet als im mobilen Netz. Die wenigsten wissen aber, dass mit der Nutzung solcher WLAN Hotspots auch gewisse Gefahren und Risiken einhergehen. Denn wo öffentliche Hotspots sind, sind Hacker oft auch nicht weit. Wir erklären euch, wie ihr euch vor Hackern in öffentlichen Hotspots schützen könnt.

AnleitungSchwierigkeitsgrad: Einfach

Was man braucht:

  • Hide.me
  • HideMyAss
  • HotSpot Shield VPN
  • Https Everywhere
  • IPVanish

1Die Wahl des Netzwerks

Besondere Vorsicht ist bei gänzlich unbekannten Netzwerken geboten. Jeder kann im Prinzip so einen Hotspot einrichten und so nutzen auch Hacker gern diese Methode, um Daten zu sammeln oder Geräte mit Viren zu infizieren.

Oft klingen die Namen der WLAN Hotspots vertrauenswürdig und verführerisch: „1 Stunde freies WLAN“, oder „Freies WLAN für alle“. Dass am anderen Ende jemand mitliest und Daten abgreift, ist dem Nutzer natürlich nicht bewusst. Auch vorgeschaltete Portalseiten zur Zustimmung von Nutzungsbedingungen bedeuten nicht automatisch mehr Sicherheit. Diese lassen sich nämlich mit ein wenig Wissen leicht fälschen und wiegen Nutzer nur in Sicherheit. Das Mitlesen und sogar das Aufzeichnen von Daten ist auf diese Weise für Hacker ein einfaches Unterfangen.

Die meisten öffentlichen WLAN Hotspots sind in der Regel nicht verschlüsselt. Zwar handhaben einige Betreiber wie beispielsweise Hotels es so, dass sie Ihre Hotspots verschlüsseln und ihren Kunden Login-Daten zur Verfügung stellen, sicher seid ihr dadurch aber keineswegs. Denn jeder Nutzer, der sich im gleichen Netzwerk befindet, wie etwa der Zimmernachbar, kann auch eure Daten mitlesen.

Selbst wenn ihr den Anbieter kennt und dieser vertrauenswürdig erscheint, seid ihr nicht automatisch sicher.  Vorsicht ist also auch bei WLAN Hotspots der großen Anbieter wie der Telekom oder Kabel Deutschland geboten. Denn im Zweifelsfall sollte man sich im Klaren sein, dass immer die Gefahr besteht, dass Dritte mitlesen, sobald man über eine öffentliche Anbindung surft.

Während man dies auf einem Laptop noch relativ einfach feststellen kann, so benutzen viele Nutzer auf Smartphones Apps. Ob Facebook, Amazon oder Homebanking – die Vorteile solcher Apps liegen klar auf der Hand. Leider ist in den meisten Fällen nicht erkennbar, ob eine sichere Technologie zur Datenübertragung benutzt wird oder nicht. Zwar lässt sich in manchen Apps einstellen, ob eine Verschlüsselung vorgenommen werden soll oder nicht, allerdings ist das nicht die Regel. Durch die Benutzung von  Airline- oder Bahnapps zum Beispiel, können Hacker ganz schnell eure Zielorte und Gewohnheiten ermitteln. Auch der Emailverkehr kann überwacht und gelesen werden. Wie ihr seht, bergen WLAN Hotspots durchaus einige Gefahren.

Zum Glück gibt es aber verschiedene Möglichkeiten, um sich auch in öffentlichen Hotspots vor Hackern zu schützen.

2VPN Server

Eine Antwort bieten VPN Server, die euren Internetverkehr über ausländische Server umleiten, eure Identität verschleiern und euch so anonym surfen lassen. Viele Anbieter von VPN Diensten bieten diese nicht nur für Betriebssysteme wie Windows oder MacOS an, sondern auch für mobile Plattformen wie Android und iOS. Damit könnt ihr auf all euren Geräten öffentliche WLAN Hotspots ohne Gefahr nutzen.

Doch auch mit VPN Servern bleiben zum Beispiel Email Programme in der Regel weiterhin unverschlüsselt. Ohne Verschlüsselung können aber sämtliche Emails mitgelesen werden. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Anbieters, dass er auch solch eine Emailverschlüsselung anbietet und stellen Sie diese anschließend in Ihrem Email Programm manuell ein.

Da es viele Anbieter von VPN Diensten gibt, die sich in der Regel nur marginal voneinander unterscheiden, solltet ihr besonders den gebotenen Funktionsumfang beachten. Zu empfehlen sind die Anbieter HideMyAss, Hide.me, IPVanish und Hotspot Shield VPN. Letzterer bietet zusätzlich weitere Optionen zum Schutz in WLAN Hotspots.

Zwar bieten einige Anbieter auch kostenlose Basisversionen, wer sich aber oft an öffentlichen WLAN Hotspots anmeldet, kommt in der Regel um ein kostenpflichtiges Paket nicht herum. Zu schnell ist bei den kostenlosen Versionen der Traffic verbraucht und ihr surft dann wieder komplett ungeschützt.

3HTTPS-Protokoll

Doch selbst wenn ihr einen VPN Server nutzt, beheben diese in der Regel noch nicht das Problem der offenen Datenübertragung über HTTP. Das HTTP Protokoll wird normalerweise genutzt, wenn ihr ganz normal im Internet surft. Dieses Protokoll überträgt Daten unverschlüsselt und ermöglicht es so Hackern euer Surfverhalten auszuspionieren. Wirklich sicher seid ihr erst, wenn die Daten per HTTPS übertragen werden. Dies geschieht in der Regel aber nur beim Ausfüllen von Formularen und ähnlichem. Doch selbst das ist nicht immer gewährleistet und viele Formulare funktionieren dennoch über HTTP.

Die meisten Webseitenbetreiber bieten allerdings HTTPS als permanente Alternative. Die Webseiten sind somit sowohl über HTTP als auch über HTTPS erreichbar. Internetbrowser rufen zwar als Standard in der Regel die HTTP Version auf, doch mit einem kleinen Trick, könnt ihr hier für Abhilfe sorgen. Das kleine Browserplugin HTTPS Everywhere sorgt dafür, dass jeder Webseitenaufruf über HTTPS geschieht. Das Plugin gibt es für Mozilla Firefox for Android, Mozilla Firefox, Google Chrome und Opera. Sie sollten sich ohne HTTPS auf keiner Webseite einloggen und natürlich auch keine Formulare und der gleichen ausfüllen.

4Fazit

Nutzt ihr euer Smartphone, den Laptop oder ein anderes Gerät in öffentlichen WLAN Hotspots, so hinterlasst ihr zwangsläufig Spuren und Daten, die andere einfach mitlesen könnten. Eine Teilsicherheit gibt ein VPN Server und eine verschlüsselte Verbindung über HTTPS. Generell solltet ihr aber auch abgesicherte Geräte in WLAN Hotspots immer nur vorsichtig benutzen. Gebt am besten nie persönliche Daten ein oder Informationen, die vertraulich bleiben sollen.

Auch bei der Wahl des Hotspots solltet ihr vorsichtig sein. Wählt euch am besten nie in Netzwerke ein, die ihr nicht kennt oder, die euch nicht vertrauenswürdig erscheinen. Bei Netzwerken von großen und bekannten Betreibern besteht zwar weniger Gefahr, aber auch hier solltet ihr euch nicht in Sicherheit wiegen. Denn auch in solchen Netzwerken kann jeder Mitbenutzer leicht an eure Daten kommen und mehr über euch herausfinden als euch möglicherweise lieb ist.

Um euch vor Hackern in öffentlichen Hotspots zu schützen, ist daher Vorsicht besser als Nachsicht.

Rechte für Hauptbild des Artikels: Photo von raneko / CC BY

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