Wie entgifte ich meinen Körper richtig?

Auf der Suche nach der Linderung von Krankheitssymptomen – oder auch ganz einfach nach mehr Wohlbefinden – stoßen immer mehr gesundheitsbewusste Menschen auf Detox- bzw. Fastenkuren. Seien es Allergien oder Gelenksbeschwerden, Nahrungsmittel-Intoleranzen, Verdauungs- und Hautprobleme oder Pilzinfektionen – oftmals finden Leidgeplagte über die Umstellung ihres Ernährungsverhaltens zu einer neuen Lebensqualität.

Bei der Entgiftung des Körpers gilt es einige wichtige Richtlinien zu beachten, um sich auf einfache und sichere Weise von innen heraus zu reinigen und so die Leistung des Immunsystems zu verbessern. Denn oftmals reicht die körpereigene Entgiftungs-Polizei, die vor allem aus Leber, Nieren und Lymphsystem, aber auch aus Haut und Darm besteht, nicht mehr aus, um die Folgen unserer modernen Lebensweise auszugleichen.

Die Rede ist hier vor allem von den Folgen schlechter Ernährung (insbesondere Fast-Food) und schädlicher Umwelteinflüsse wie insbesondere Stress. Nimmt die Einnahme von schädlichen Substanzen wie Konservie­rungsstoffen, Schwermetallen und Pestiziden sowie Arzneistoffen etc. überhand, wird unser Organismus mit Krankheit reagieren. Giftstoffe, die die  Ausscheidungsorgane nicht mehr beseitigen können, werden insbesondere in den Fettzellen “zwischengelagert“.

AnleitungSchwierigkeitsgrad: Durchschnittlich

Was man braucht:

  • Arztbesuch nach eigenem Ermessen
  • ausreichendes Wassertrinken
  • basische Nahrungsmittel
  • Fastenbuch
  • Saftpresse

1Entgiften statt Vergiften

Suchen Sie einen erfahrenen Arzt Ihrer Wahl auf vor dem ersten Detox-Versuch, wenn Sie bereits unter einer Erkrankung leiden, Medikamente einnehmen oder meinen, besonders viele Gifte im Körper gespeichert zu haben.

Um Ihren Organismus nicht mit den freiwerdenden Substanzen zu überlasten bzw. zu vergiften, benötigt Ihr Darm bei einer Fastenkur ausreichend Ballaststoffe (üblicherweise in Form von Flohsamenschalenpulver und Bentonit), um Giftstoffe zu binden und in der Folge auszuscheiden.

Werden dem bereits übersäuerten Körper zudem nicht ausreichend basische Ionen (siehe Schritt 2) zugeführt, dann können Toxine beim Entgiften nicht ausreichend neutralisiert und ausgeleitet werden.

Schließlich kann die Bedeutung des Wasser- und nicht nur Tee Trinkens nicht ausreichend betont werden. Auch wenn die spezifisch zusammengestellten Fastentees die Schlacken lösen, werden diese sodann erst durch das Wasser herausgespült. Trinken Sie daher mindestens doppelt bis dreimal so viel Wasser wie Tee während einer Detoxkur.

Typische Alarmsignale einer anfänglichen Vergiftungserscheinung sind Übelkeit, Schwindel, Erbrechen und Durchfall. Mit Kopfschmerz ist vor allem zu Beginn einer Entgiftungskur vorübergehend zu rechnen, wenn Sie Ihren Körper von zu häufig konsumierten Stoffen wie Koffein und weißem Zucker entziehen.

Eine Entgiftung kann jedoch auch völlig angenehm und ohne lästige Beschwerden verlaufen! Viele fühlen einfach nur das freiwerdende Energiepotenzial und das "leichtere" Körpergefühl.

2Entscheiden Sie sich für die Art der Entgiftungskur

Um Ihrem überlasteten Organismus eine Entgiftungskur angedeihen zu lassen, müssen Sie nicht unbedingt vollständig aufs Essen verzichten. Oft werden bereits tolle Erfolge erzielt durch eine rein basische Ernährung in Kombination mit einer stark erhöhten (Zitronen-) Wasserzufuhr. Lesen Sie hierzu auch den Artikel "Abnehmen und Detox – Leicht gemacht mit Zitronenwasser!".

Die meisten Fastenkuren basieren auf einem 7- bis 10-Tage-Programm und haben üblicherweise einen der folgenden Schwerpunkte:

  • Heilfasten (zumeist in der Gruppe unter Anleitung durchgeführt, wie z.B. nach Buchinger, F.X. Mayr oder Schroth)
  • Saft- und Suppenfasten (ohne feste Nahrung)
  • Basenfasten (Verzicht auf säurebildende Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Fleisch und Wurst)
  • Obst- und Gemüsefasten

Bei weniger strikten Entgiftungskuren wird z.B. einfach eine Mahlzeit durch ein selbst gepresstes Smoothie ersetzt. Manche versuchen sich auch in Diäten mit Nahrungsergänzungsmitteln. Das andere Extrem wäre hier die Nulldiät, bei der nur Wasser zu sich genommen wird. Diese radikale Diät sollte jedoch nur unter Anleitung erfolgen.

Wählen Sie eine Fastenkur ganz nach Ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten aus. Am besten besorgen Sie sich ein Sie ganz persönlich ansprechendes Fastenbuch, um sich eingehender mit dem Thema zu beschäftigen. Denn die meisten Menschen, die einmal die vielfältigen positiven Wirkungen des Entgiftens und Entschlackens erfahren haben, legen zumindest einmal im Jahr eine Pause für ihren Körper – aber auch für Geist und Seele – ein.

Auch greifen Sie nach einer Fastenkur eher von sich aus zu gesunden und naturbelassenen Lebensmitteln, die dem Körper im Alltag helfen, auf sanfte Weise kontinuierlich zu entgiften.

3Rund ums Detoxen

Zu einem wirksamen Fastenplan gehören nach Möglichkeit die Einplanung von ausreichend Zeit für einen schonenden Einstieg ins Fasten mit leichterer Kost bereits vor Beginn, aber auch nach Abschluss der Detox. Weiters ist eine mehr oder weniger gründliche Darmentleerung (Glaubersalz versus sanfte Methode z.B. mit zwei Esslöffel Apfelessig in einem Glas Wasser morgens auf nüchternen Magen) vor dem Fastenbeginn zu überlegen.

Während des Entgiftens ist regelmäßige leichte Bewegung, wie Spaziergänge, Radfahren und z.B. Yogaübungen ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg der Detox. Gönnen Sie Ihrem Organismus auch generell viel mehr Schlaf während dieser Zeit. Vielleicht haben Sie auch Lust aufs Schreiben eines Tagebuchs!

Auch regelmäßige Bäder – am besten basische Salzbäder –, während der Sie den gesamten Körper und speziell auch die Fußsohlen durchbürsten, unterstützen den Körper beim Entgiften. Planen Sie auch Saunabesuche und nach Möglichkeit Massagen zur Entgiftung und Entspannung ein.

Rechte für Hauptbild des Artikels: Photo von Robert Gourley / CC BY

Kommentare, Fragen oder Vorschläge?