Wie erkenne ich ein impressionistisches Gemälde?

Nicht jedem ist das Verständnis für Kunst schon mit in die Wiege gelegt worden. Man muss auch nicht jedes Kunstwerk auf alle seine Details hin analysieren können, um es zu schätzen zu wissen. Einige wenige Grundkenntnisse können jedoch nicht schaden.
Bildung ist schließlich ein hohes Gut. Warum sich also nicht einmal darüber informieren, welche besonderen Merkmale beispielsweise die berühmte Stilrichtung des Impressionismus auszeichnen? Was macht ihn so besonders und inwiefern unterscheiden sich impressionistische Gemälde von expressionistischen?
Dies sind Fragen, auf die wir hier nun eine Antwort geben wollen.

AnleitungSchwierigkeitsgrad: Einfach

1Fakten

Im Zeitraum von 1860 bis 1870 begann sich der Impressionismus als eine Form der Malerei in Frankreich zu entwickeln. In den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten sollte diese Stilrichtung jedoch nicht nur französische Kunstliebhaber, sondern Kunstfreunde in ganz Europa begeistern.

Ein besonderes Merkmal des Impressionismus ist der Bruch mit alten Traditionen. Den traditionellen Vorgaben folgend war es bis Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem die Zeichnung, die im Vordergrund eines Bildes stehen sollte. Mit der Wendung hin zum impressionistischen Stil wurde der Blick nun jedoch vornehmlich auf die farbliche Gestaltung gerichtet.

2Gestaltung

Als Maler eines impressionistischen Gemäldes legte man weniger Wert auf eine exakte Zeichnung, als vielmehr auf die offene und realitätsnahe Gestaltung des Bildes. Diese sollte den Betrachter zu einer eigenen gedanklichen Leistung animieren.
Bedeutende Maler, die dem Stil des Impressionismus zugeordnet werden, sind unter anderem Paul Cézanne, Edgar Degas, Pierre-Auguste Renoir sowie Claude Monet.
Letzterer ist im Übrigen für den Begriff Impressionismus verantwortlich. Die Bezeichnung leitet sich aus dem Titel seines Gemäldes Impression soleil levant ab.

3Unterschiede

Unterschiede zwischen Impressionismus und Expressionismus

Nur die wenigsten können sich heutzutage ein Originalbild eines der oben genannten Meister leisten. Die meisten müssen dagegen auf einen Kunstdruck, folglich eine Kunstkopie zurückgreifen. Dennoch ist es auch im letzteren Fall im Sinne der Bildung gut zu wissen, welchem Stil der erworbene Druck zuzuordnen ist.
Vom Namen her sind sich der Impressionismus und der Expressionismus sehr ähnlich, Unterschiede finden sich dennoch.
Die naheliegendste Frage lautet folglich an dieser Stelle: Wie unterscheidet man impressionistische und expressionistische Bilder voneinander?

4Expressionismus

Die Gestaltung impressionistischer Gemälde findet sich bereits weiter oben, doch wie verhält es sich mit den Produkten des Expressionismus? Ebenso wie die Maler des Impressionismus wandte man sich auch in diesem Fall gegen die Stilrichtung des Naturalismus.
Anstatt jedoch reale Eindrücke, Orte und dergleichen darzustellen, versuchten expressionistische Künstler vielmehr ihre Gefühlswelt in Form eines Gemäldes zu zeigen. Bemühte man sich zur Zeit des Impressionismus noch darum, Farben und Formen so authentisch wie möglich zu malen, so hat der Expressionismus mit diesem Konzept völlig gebrochen. Formen und Farben werden völlig frei kombiniert und schaffen so einen Spielraum für den eigenen Ausdruck des Künstlers.

Bekannte Künstler, die gemeinhin diesem Stil zugeordnet werden, sind beispielsweise Paul Klee, Ernst-Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, August Macke oder auch Franz Marc.

Rechte für Hauptbild des Artikels: Photo von Allie_Caulfield / CC BY 4

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