
Tagesmütter und -väter werden entweder von Jugendämtern vermittelt oder können auf dem freien Markt gesucht werden.
Im erstgenannten Fall spricht man von “öffentlich geförderter Tagespflege”. Hier wird der Betreuungsplatz aus Landes- und kommunalen Mitteln bezuschusst, sind somit die Kosten für die Eltern niedriger (und zumeist einkommensabhängig). Außerdem haben die Jugendämter die Tagesmütter und -väter überprüft und in der Regel weiter qualifiziert. So hat rund ein Drittel der von ihnen vermittelten Tagespflegepersonen eine pädagogische Ausbildung und die Hälfte hat zumindest einen Kurs besucht. Sollte eine Tagesmutter erkranken oder Urlaub machen, stellen viele Jugendämter auch die Betreuung der Kinder durch andere Tagespflegepersonen sicher.
Auf dem freien Markt gefundene Tagesmütter und -väter sind zumeist teurer, oft aber auch flexibler hinsichtlich der Betreuungsarrangements. Hier ist es besonders wichtig, sich einen Eindruck von der Qualität der von ihnen geleisteten Arbeit zu machen, bevor man ihnen ein Kind anvertraut. Auch ist es sinnvoll, sich nach der Vertretungsregelung im Falle von Krankheit oder Urlaub zu erkundigen. In der Regel sollte ein Betreuungsvertrag abgeschlossen werden.
Anleitung
1.
Was kennzeichnet eine gute Tagespflege? Wichtige Qualitätskriterien sind:
persönliche Eignung (Einfühlungsvermögen, Warmherzigkeit usw.)
eine besondere Qualifizierung für die Tätigkeit, z.B. in der Form einer pädagogischen Ausbildung oder eines Qualifizierungskurses von 160 Stunden und mehr
möglichst viel Berufserfahrung
ein Betreuungsprogramm mit klar formulierten Zielen, Methoden und Aktivitäten, das entweder mündlich vorgestellt wird oder schriftlich vorliegt
eine allmähliche Eingewöhnung des Kindes in Anwesenheit der Eltern
eine gesunde Ernährung des Kindes
kindgerechte Räumlichkeiten und Spielsachen
2.
Beim ersten Gespräch mit einer potenziellen Tagespflegeperson (möglichst in deren Wohnung) sollten Eltern auf diese und ähnliche Aspekte achten.
Ausführlicher siehe www.kindertagesbetreuung.de
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Leider muss ich Ihnen, Herr Textor, widersprechen.
Es ist bei weitem nicht mehr so, das das alleinige Vermitteln über private, also eigenfinanzierte, Dienstleister bedeutet, das es sich nicht um öffentlich geförderte Kindertagespflegepersonen (Tagesmütter und Tagesväter) handelt. Vielmehr wird ein professioneller Anbieter sich streng am §42 SGB 8 orientieren und seinen Kunden Zugang zu einem sonst sehr intransparenten ‘Markt’ gewähren.
zum Kommentar von familienfreund KG
Selbstverständlich können Tagespflegepersonen oder Eltern, die eine Tagesmutter suchen, auch die Vermittlungsdienste von Websites wie kinderfreund.de nutzen. Im Gegensatz zu Jugendämtern entstehen hier aber zumeist Kosten. Zudem kennen die Anbieter dieser Websites die Tagespflegepersonen in der Regel nicht persönlich, überprüfen sie nur begrenzt die auf den Website-Formularen gemachten Angaben. Die Anbieter können im Gegensatz zu den Jugendamtsmitarbeiter/innen weder die Eltern noch die Tagesmütter bzw. -väter persönlich beraten, geschweige denn ihnen bei Problemen helfen oder bei Konflikten vermittelnd eingreifen. Eine sozialpädagogische Qualifikation und ein Tagespflege-spezifisches Fachwissen dürften den Anbietern von Websites im Vergleich zu Jugendamtsmitarbeiter/innen zumeist fehlen, zumal sie oft ganz unterschiedliche Dienstleistungen – von Hebammen bis zur Altenpflege – vermitteln.
Als Mitglied des Bundesverbandes Kindertagespflege sind wir leider doch, und das zusätzlich mit geeignetem Personal, in der Lage, qualifizierte Beratung anzubieten.
Sicher wäre es auch hilfreich gewesen, unsere Leistung genau zu hinterfragen. Unsere Dienste für Kindertagespflegepersonen (Kindertagesstätten, Schulen …) sind grundsätzlich und das seit 2006 kostenfrei. Die Überprüfungen werden sehr gewissenhaft vorgenommen, da wir als privatwirtschaftlicher Dienstleister unter der besonderen Beobachtung stehen. Dies wird in einem aufwändigen Prozess (automatisiert, halbautomatisiert, händisch) sichergestellt. Unabhängig von unserer (offline) Leistung präsentieren wir die uns bekannt gewordenen Dienstleister kostenfrei für suchende Eltern. Für beide ‘Parteien’ ist unser Service also kostenfrei und finanziert sich (quer) aus unserem Tagesgeschäft.
Kosten fallen übrigens auch beim Jugendamt an – diese bezahlen wir alle und zwar durch ständig steigende Steuern bzw. sinkende Leistungen in anderen Bereichen.
Viele Grüße
Thomas Kujawa
familienfreund KG
P.S.: Gibt man kinderfreund.de ein, gelangt man zu den Teletubbys, aber auf keinen Fall zur familienfreund KG.